Pflegekräfte aus Polen

Um die 26% der deutschen Bevölkerung ist momentan über 60- bis 2060 soll dieser Wert auf fast 40% ansteigen. Schon jetzt spürt die Gesellschaft in Deutschland den Umbruch im Altersaufbau. Auch die Pflege muss neue Wege gehen, da immer mehr Menschen eine Betreuung benötigen und immer weniger Menschen diese leisten können.

Für viele Menschen in Deutschland sind deshalb Pflegekräfte aus Polen die Rettung. Dafür gibt es verschiedene Gründe.
Zum einen können deutsche Pflegerinnen oder Sozialdienste nicht bei den Preisen der polnischen Kräfte mithalten. Nach Abzug von Pflegeleistungen und Steuervergünstigungen sind Pflegekräfte aus Polen so schon ab 1300 Euro im Monat zu haben. Bei einer 24-Stunden-Betreuung wohlgemerkt. Nur Unterkunft und Verpflegung müssen gewährt werden.

Zum anderen können Pflegerinnen aus Polen das leisten, was in Deutschland nur schwer möglich ist: eine Pflege zu Hause, 24-Betreuung rund um die Uhr. In Deutschland ist dies schon nur aus arbeitsschutzrechtlichen Belangen nicht möglich. So müssten sich immer Pflegekräfte abwechseln. Polnische Pflegekräfte hingegen leben mit im Haushalt und kümmern sich um Besorgungen, Hausputz, Kochen und natürlich pflegerischen Tätigkeiten.
Auch die Freundlichkeit und hohe Qualität der polnischen Pflegekräfte steht für viele Auftraggeber in Deutschland im Vordergrund. Polinnen kümmern sich dabei meist aufopferungsvoll um den Großvater oder die Tante und werden so zu einem Familienmitglied.

Problematisch war in den letzten Jahren noch die Legalität ausländischer Pflegekräfte. Seit jedoch 2011 die europäische Dienstleistungs- und Arbeitnehmerfreizügigkeit u.a. für Polen in Kraft getreten ist, können Pflegekräfte aus Polen in Deutschland ohne Arbeitserlaubnis beschäftigt werden. Eine Krankenversicherung, Unfallversicherung sowie Sozialbeiträge sind natürlich immer noch notwendig. Diese können jedoch in Polen geleistet werden, wo sie vergleichsweise günstig sind. Durch diese Regelung kommen immer mehr Pflegekräfte aus Polen, die dort bei Agenturen angestellt sind und in Deutschland von Kooperationspartnern an Familien vermittelt werden.

Die Pflegekräfte, wie auch die Familien müssen auf diese Weise nicht mehr in der Illegalität verharren, sondern sind so legale Auftraggeber und Dienstleister.